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Nachhaltigkeit im Alltag – kleine Schritte, große Wirkung

  • Julie
  • 5. Aug. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Als kleines, inhabergeführtes Gästehaus im Elsass ist es mir ein großes Anliegen, achtsam mit den Ressourcen umzugehen, die uns umgeben. Nachhaltigkeit bedeutet für mich nicht, alles perfekt zu machen – sondern mit dem, was möglich ist, verantwortungsvoll zu handeln.

Nach einer Schulung zum Thema Nachhaltigkeit habe ich einige Projekte gestartet, die ich heute gern mit dir teilen möchte – vielleicht inspirieren sie dich ja auch in deinem Alltag.

 

Alles begann mit der Dämmung – und zwei Holzöfen

Der erste große Schritt in Richtung Nachhaltigkeit war beim Umbau des Hauses: Ich habe mich bewusst für eine natürliche Dämmung aus Holzweichfaser entschieden. Eine gute Isolation ist das A und O in jedem Gebäude – sie hält im Winter die Wärme drinnen und schützt im Sommer vor Überhitzung. Das spart nicht nur Energie, sondern macht das Haus auch viel behaglicher.

Zusätzlich habe ich zwei Holzöfen, die nicht nur für eine gemütliche Atmosphäre sorgen, sondern auch einen großen Teil der Wärmeversorgung übernehmen.

Der Rest des Hauses wird mit Infrarotheizungen beheizt, die sich automatisch abschalten, sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist – ein echter Vorteil in Sachen Energieeffizienz.

Kleines Beispiel aus dem Alltag: In der Küche habe ich letztes Jahr überhaupt keine zusätzliche Heizung gebraucht, weil der Holzofen dort vollkommen ausgereicht hat. Nachhaltig, gemütlich und effizient – so wie ich es liebe.

 

Weniger ist mehr – auch beim Wasser

Alle Toiletten im Haus sind mit Zwei-Mengen-Spülern ausgestattet – eine große und eine kleine Taste. Ich möchte meine Gäste ermutigen, auch hier achtsam zu sein: Jeder Liter zählt.

Zusätzlich habe ich zwei Regentonnen, die das Regenwasser vom Dach auffangen – dieses verwende ich zum Gießen des Gartens. Als die Tonnen leer waren, habe ich einmal gezählt: 8 Gießkannen = 80 Liter Wasser für den ganzen Garten! Wenn es länger nicht regnet, fahre ich beim nächsten Einkauf am Brunnen vorbei und fülle dort 3 x 10-Liter-Kanister mit Wasser – das Wasser läuft dort ohnehin, und ich kann es sinnvoll nutzen.

Dieses Quellwasser verwende ich übrigens auch für die Wasserflaschen in den Gästezimmern. Es ist offiziell kein Trinkwasser – also auf eigene Verantwortung – aber ich trinke es selbst täglich und bin überzeugt, dass es oft besser ist als manches Supermarktwasser.

 

Selbstversorgung & Kreislaufdenken

Vor der Haustür wachsen jetzt Tomaten, und im Garten steht eine Badewanne voller Kräuter, die ich zum Kochen verwende. Für das Frühstück hatte ich sogar schon Radieschen aus eigenem Anbau.

Wenn Äpfel vom Frühstück nicht mehr ganz frisch aussehen, presse ich sie zusammen mit Karotten und Zitrone zu einem gesunden Saft – so landet nichts im Müll, und die Gäste freuen sich über einen Vitaminschub am Morgen.

Auch das übrige Brot wird nicht verschwendet: Entweder esse ich es selbst oder bringe es zur Farm "Hexe Hoft", wo sich die Schweine riesig darüber freuen – die fressen (fast) alles.

 

Seife aus dem Spender – statt Plastik & Verpackung

In den Bädern findest du flüssige Handseife im Spender. Warum? Feste Seifen sind zwar charmant, aber wenn sie einmal angebrochen sind, müssen sie oft weggeworfen werden – außerdem fällt mehr Verpackungsmüll an. Hier versuche ich, einen pragmatischen und hygienischen Weg zu gehen.

 

Kein Perfektionismus – aber Hingabe

Ich bin mir bewusst, dass man immer noch mehr tun könnte – aber ich arbeite mit dem Budget und den Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen.

Nachhaltigkeit bedeutet für mich: Mit Herz, Verstand und Kreativität anpacken. Ich hoffe, dass meine Gäste sich nicht nur wohlfühlen, sondern auch inspiriert werden, selbst kleine Schritte zu gehen.


Danke, dass du diesen Weg mit mir gehst 💚

Julie

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© Julie Büchert

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