Wohlfühlort – Zuhause ist, wo ich mich wohlfühle
- 5. März
- 2 Min. Lesezeit
Mich zieht es – wie ich bereits erzählt habe – in unserem Winter immer in die Sonne. Dieses Jahr war ich wieder in Südafrika, einem Ort, der für mich inzwischen fast wie ein zweites Zuhause geworden ist.
Normalerweise wohne ich während dieser Zeit bei meinem Onkel. Letztes Jahr hatte ich sogar das große Glück, in seinem kleinen Apartment leben zu dürfen. Es wurde gerade renoviert und der Zeitpunkt seines Mieterwechsels fiel genau in meine Reisezeit. Für mich war das perfekt.
Dieses Jahr war das Apartment allerdings schon vermietet. Deshalb verbrachte ich zusätzlich noch eine Woche in einem Hostel in Kapstadt – in einem 6-Bett-Zimmer mit sechs Frauen. Wer das schon einmal erlebt hat, weiß: Chaos ist vorprogrammiert. Natürlich war es günstig, aber wirklich wohlgefühlt habe ich mich dort nicht.
Wie Räume unsere Stimmung beeinflussen
Als ich nach meiner Reise zurückkam, wurde mein Opa aufgrund einer schweren Lungenentzündung aus dem Heim ins Krankenhaus verlegt. Die Ärzte konnten leider nichts mehr für ihn tun.
Meine Mutter, meine Oma und ich verbrachten einen ganzen Tag an seinem Bett, hielten seine Hand und verabschiedeten uns.
Das Krankenhauszimmer war sehr schlicht und rein funktional eingerichtet.
Keine Bilder an den Wänden, Gitterstäbe vor den Fenstern und ein zweites Bett im Zimmer, in dem ein anderer alter Mann lag. Die Atmosphäre war trist und kalt.
Natürlich haben wir versucht, die Situation für meinen Opa so angenehm wie möglich zu gestalten. Trotzdem hat mich diese Umgebung sehr beschäftigt.
Ich begann darüber nachzudenken, wie stark Räume unsere Emotionen beeinflussen können.
Warum Einrichtung so viel mit Wohlbefinden zu tun hat
Auch während meiner Zeit in Kapstadt wurde mir das Thema immer wieder bewusst. Ich traf mich dort mit einem früheren Arbeitskollegen und seinen Freunden. Sie studierten in Stellenbosch.
Einer von ihnen sagte einen Satz, der mir lange im Kopf blieb:
„Die Zeit war toll, aber die Unterkunft war furchtbar. Ich habe mich überhaupt nicht wohlgefühlt.“
Er war unglaublich erleichtert, als er anschließend in ein schön eingerichtetes Airbnb umziehen konnte.
Dieser Moment hat mir wieder gezeigt, wie wichtig Atmosphäre und Raumgestaltung sind.
Raumgestaltung für echte Wohlfühlmomente
In meiner eigenen Unterkunft habe ich mich bewusst für eine ruhige, minimalistische Einrichtung entschieden. Ich selbst bin eher clean und perfektionistisch veranlagt, deshalb spiegeln meine Räume auch genau das wider.
Gleichzeitig war mir wichtig, dass die Zimmer Wärme und Geborgenheit ausstrahlen.
Deshalb habe ich viel mit:
natürlichen Materialien wie Holz
warmen Farben wie Beige und Weiß
und kleinen schwarzen Akzenten
gearbeitet.
Das Holz steht dabei immer im Mittelpunkt, weil es Räumen eine natürliche Wärme verleiht.
Das Feedback meiner Gäste zeigt mir immer wieder, dass genau diese Atmosphäre ankommt. Viele schreiben, dass sie sich sofort ruhig, entspannt und willkommen fühlen.
Mein persönlicher Wohlfühlort
Auch ich merke jedes Jahr aufs Neue: So sehr ich meine Reisen liebe, irgendwann freue ich mich darauf, wieder zurück nach Frankreich zu kommen.
Zurück in meine eigene kleine Wohlfühloase.
Für mich bleibt das Thema unglaublich spannend:
Wie können Räume gestaltet werden, damit Menschen sich sicher, geborgen und entspannt fühlen?
Denn manchmal ist ein Raum viel mehr als nur vier Wände.
Er kann ein Ort sein, an dem man ankommt.
Ein Ort, an dem man zur Ruhe kommt.
Ein Ort, an dem man sich einfach wohlfühlt.

So schön geschrieben ❤️
Und ich kann sagen das Gefühl hast du mit der Gestalung deiner Räume perfekt getroffen. Wohler und geborgener könnte man sich nicht fühlen. So wunderschön ❤️
Ich freu mich schon bald wieder in deinem wunderschönen und liebevoll geführten Gästehaus zu sein.